Virtual-Reality-gestützte Therapie hat sich in den vergangenen Jahren als vielversprechender Ansatz in der neurologischen Rehabilitation etabliert. Nun bestätigen neue, unabhängige Daten aus der stationären Rehabilitation, was frühere Untersuchungen bereits gezeigt haben: Patienten bewerten die VR-Therapie mit CUREO auch im Rahmen der Nachsorge als effektiv, motivierend und zielführend.

Die Ergebnisse stammen aus einer aktuellen Untersuchung, die im Handlabor des Rehabilitationszentrums Gröbming in Österreich durchgeführt und als wissenschaftliches Poster beim 34. Reha-Kolloquium, einem Kongress der Deutschen Rentenversicherung 2025, präsentiert wurde. Sie ordnet bestehende Evidenz in einen neuen klinischen Kontext ein und stärkt damit die Aussagekraft früherer Studien.
Gerade in der Rehabilitation und Nachsorge ist die langfristige Therapietreue entscheidend. Neben der medizinischen Wirksamkeit spielen daher Akzeptanz, Motivation und subjektives Wohlbefinden der Patienten eine zentrale Rolle. Virtual Reality ermöglicht durch interaktive, spielerische Trainingsumgebungen eine aktive Einbindung der Patienten und kann so klassische Therapieansätze sinnvoll ergänzen.
Dass dieser Ansatz auch im klinischen Alltag funktioniert, wurde bereits 2022 wissenschaftlich gezeigt. In der Publikation von Stemick et al. berichteten 95% der Patientinnen und Patienten von einer hohen Begeisterung für die CUREO-Therapie, und 97% wünschten sich eine Wiederholung der VR-Einheiten. Die Studie belegte damit Machbarkeit und Akzeptanz von CUREO in neurologischer Klinik und Praxis.
Die aktuelle Untersuchung knüpft genau hier an. Im Rahmen einer stationären Rehabilitation wurden VR-Trainingseinheiten mit CUREO in das individuelle Therapieprogramm des Handlabors integriert. Insgesamt nahmen 45 Patientinnen und Patienten mit unterschiedlichen Diagnosen teil, darunter Morbus Parkinson, Chorea Huntington, Schultererkrankungen, neuromuskuläre Erkrankungen und Schlaganfall. Die Altersgruppe reichte von 28 bis 84 Jahren.
Nach jeder VR-Einheit bewerteten die Patientinnen und Patienten ihre Erfahrungen anhand standardisierter Fragebögen. Erfasst wurden unter anderem Zufriedenheit, Wohlbefinden, subjektive Effektivität, Anstrengung im Vergleich zu anderen Therapieformen sowie die gewünschte Nutzungshäufigkeit.
Die Ergebnisse zeigen ein klares Bild:

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Zudem wurden keine relevanten körperlichen Beschwerden berichtet, und die Bedienung der VR-Brille wurde als bequem und einfach eingeschätzt. Die Akzeptanz war altersunabhängig hoch.
Die aktuellen Ergebnisse aus Gröbming stärken die bestehende Evidenzlage zur VR-gestützten Therapie mit CUREO (Stemick et al., 2022). Sie zeigen, dass Virtual Reality nicht nur technisch machbar ist, sondern von Patienten als effektiv, angenehm und sinnvoll erlebt wird – auch in der stationären Nachsorge.
Damit unterstreicht die Untersuchung das Potenzial von CUREO, Rehabilitation nachhaltiger zu gestalten, Motivation zu fördern und Therapieangebote sinnvoll zu erweitern, im Einklang mit früheren wissenschaftlichen Ergebnissen und klinischer Erfahrung.
Quellenangabe: Ziermann, U., Steiner, S., Thauerer, B., Mustak-Blagusz, M., & Steinecker-Frohnwieser, B. (2025). Anwendung von Virtual Reality (VR) in der digitalen Therapie - Vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Rehabilitation. 408-409. Abstract aus 34. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium, Nürnberg, Bavaria, Germany. https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Experten/reha_forschung/reha_kolloquium/TB-34Reha-Koll.pdf?__blob=publicationFile&v=3
